Ungenutzte Potenziale im Binnenlandverfasst am 05.05.2014 von Carmen Schulz

Wie es in Küstennähe stürmt und windet, habe ich neulich wieder an einem verlängerten Wochenende erlebt. Während der Autofahrt haben sich die Kinder einen Spaß daraus gemacht, die zahlreichen Windmaste zu zählen. Irgendwann hat der fünfjährige Sohn dann gefragt, warum es bei uns in Mitteldeutschland nicht so viele Windräder gibt.

In der Tat, umso weiter wir in Richtung RheinMain-Gebiet entlang der A 5 fahren, begegnen uns eher die Photovoltaik-Anlagen, die bei Weitem nicht dieselbe Faszination auf Kinderaugen ausüben wie rotierende Windradblätter am Himmel…

Nur wie soll man einem Kind erklären, dass es überall in Deutschland Windräder gibt, aber die Errichtung von solchen Anlagen teuer ist und sich diese nur rentieren, wenn entsprechende Winde wehen? Und dass Wind nicht überall gleich weht. Dass es Unterschiede gibt zwischen Winden am Boden, im Wald, über dem Wald oder im Gebirge? Dass Winde zu unterschiedlichen Jahreszeiten andere Windgeschwindigkeiten haben? Dass es zahlreiche Einflussfaktoren gibt, welche die Wirtschaftlichkeit einer Anlage beeinflussen und dass, bevor eine Anlage errichtet wird, umfassende Potenzialanalysen und Modellrechnungen vorgenommen werden müssen?

OnshorePotenzialDie Leser dieses Blogs kann ich in der Tat auf einen von Intellisource verfassten Beitrag über die ungenutzten Potenziale im Binnenland verweisen, aber mein Sohn schaute mich einfach nur mit großen Augen an. Zu Hause angekommen betrachtete er nachdenklich die bunten Windräder in unserem Blumenkasten…

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